Ja ja, es ist der Lauf der Dinge...

es hat nicht lange gedauert, da hatte ich bei meiner Erstausrüstung an Objektiven die Grenzen ausgereizt.
Das Tele EF-s 55-250mm 1:4,0-5,6 IS II ist tatsächlich eine Notlösung. Ja, es geht damit mehr wie mit der kleinen A850.
Doch wirklich scharfe Fotos sind damit eine echte Herausforderung, wenn das Licht knapp wird.

Daher habe ich mir in der Zwischenzeit mal ein
EF 85mm 1:1,8 USM zugelegt. Durch den Crop Faktor ergibt sich auf der EOS 750D eine effektive Brennweite von 136mm. Somit kann ich es wie ein kleines Tele nutzen. Die Qualität des Objektivs sieht man beim ersten Blick durch den Sucher.

Seine Qualitäten liegen ganz klar in der Portrait-Fotografie. Mit Blende 2 und kurzem Aufnahmeabstand verschwindet der Hintergrund in einem schönen Bokeh und das Motiv ist ansehnlich freigestellt. Für die Bildqualität wird die Blende aber doch noch eine Stufe geschlossen. 

Der Autofokus ist über jeden Zweifel erhaben, treffsicher, schnell und sehr leise geht das 85er zu Werke.
Was man vermeiden sollte sind Gegenlichtaufnahmen bei Blenden weiter offen als 4 oder 3,5. Dann gibt es Säume, die sich auch aus RAW-Material nur schwer wieder entfernen lassen.

Die Abbildungsleistung ist überzeugend. Super scharfe klare Fotos liefert die Festbrennweite und ist damit mein erklärter Liebling geworden. Mit etwa 350 Euro kostet es nicht viel mehr als die EF-s.
Bei Blütenportraits hat es sich schon als gute Investition erwiesen.


Auch wegen der Lichtstärke von 2,8 habe ich mir noch das
EF-s 24mm 2,8 STM zugelegt. Doch das Pancake hat noch etwas zu bieten.
Seine Naheinstellgrenze von ca. 16cm ist für kleinere Objekte ein super Feature. Auch in Verbindung mit Zwischenringen.
Und ein Standard Weitwinkel für den Landschaftsbereich, als "immer drauf" für eine der beiden Kameras, finde ich ganz praktisch.


Durch die Reparatur der 750D hatte ich meine Pläne etwas geändert und statt der 6D Mark II erst einmal eine
EOS 80 D gekauft, um mit meinen Objektiven weiter fotografieren zu können, während die 750er in der Werkstatt lag.

Ich war gleich hin und weg, als ich meine Neue zum ersten Mal mit dem EF 85 1:1,8 im Einsatz hatte.
Der Sucher sagt einem sofort, dass man eine ganz andere Klasse von Kamera in der Hand hält. Allein die 45 Messfelder sind im Vergleich mit der 750er echter Luxus und das Baby wiegt auch etwas mehr, liegt also satter und ruhiger in der Hand.
Auch der Akku hat eine wesentlich üppigere Standzeit zu bieten, als der aus der kleinen Schwester.

Die 80D ist schneller, treffsicherer. Bei der Arbeit ist sofort spürbar warum die 80er in einer andere Klasse spielt als die 750er.

Die ISO lässt sich in feineren Stufen einstellen:

ISO 750D

ISO 80D

100, 200, 400, 800, 1600, 3200, 6400, 12800

100, 125, 160, 200, 250, 320, 400, 500, 640, 800, 1000, 1250, 1600, 2000, 2500, 3200 - manuell begrenzt

Der Drehschalter für die Programmwahl ist an der 80D gesichert. An der 750D ist es mir oft genug passiert, das ich ihn unbemerkt bewegt hatte. Das gibt ein fragendes Gesicht hinter der Kamera. Da drücke ich lieber den Knopf einmal wenn ich mal nicht vollständig manuell arbeiten will.
Auch das Menü auf dem "Kreisel" lässt sich verriegeln und für diese Funktion im Menü mit Details belegen, welche Funktionen mit dem Riegel gesperrt sind und welche nicht, Beispiel Einstellung der Belichtungszeit..

Der Drehschalter für das Hauptmenü sitzt bei der 80D links, auf der rechten Seite befindet sich, wie bei den Profimodellen der Serie X ein Minidisplay mit Infos zu den aktuellen Einstellungen von Blende, ISO und Belichtungszeit sowie Akkulevel.
Zudem lassen sich hier auch Änderungen vornehmen, z.B. ISO oder Modus des Autofokus etc.

Die 80D ist auf jeden Fall eine klasse Kamera mit allem was ich erwarten würde. Nur eine Vollformatige ist sie eben nicht.
Und deshalb steht neben ein paar auserwählten Objektiven, auch die EOS 6D Mark II noch immer auf dem Wunschzettel.

Bei ihr geht es mir nicht um die 2 Megapixel, die sie mehr hat als die 80D und die 750D.
Nein, der größere Sensor, der für wesentlich weniger Rauschen steht und damit perfekte Langzeitbelichtungen mit hochdichten ND Filtern ermöglicht, der ist der Grund.
Ich weiß also sehr wohl, warum es eine Vollformat werden soll ;-)

   

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